Sol Gabetta, Violoncello

Sol Gabeta

Die Cellistin Sol Gabetta wurde 1981 in Cordoba, Argentinien, als Tochter französisch-russischer Eltern geboren.
Sie studierte bei Christine Waleska, Leo Viola, Ljerko Spiller, Piero Farulli bevor sie 1992 an die Musik Akademie Basel kam, um bei Prof. Ivan Monighetti 1999 ihre Studien mit dem Solistendiplom "mit Auszeichnung" abzuschliessen. Es folgten weitere Studien in Kammermusik bei Gérard Wyss.

Sehr jung spielte sie bereits als Solistin mit folgenden Orchestern: Buenos Aires Philharmonic, Banco Mayo Phil., dem Basler Sinfonieorchester, dem Orchestre National de France, dem Orchestre de Chambre de Toulouse, dem Symphonic of Vina de Mar (Chile), dem Symphonic Orchestra of Mexico und dem Bayerischen Rundfunk.

1991 gewann sie drei erste Preise an internationalen Wettbewerben in Argentinien und Spanien. 1994 folgten nochmals begehrte Auszeichnungen, unter anderem im Internationalen Jugendmusik-Wettbewerb in Argentinien und beim Argentinischen Rotary Club, ausserdem gewann Sol Gabetta den Rapp-Preis der Musik-Akademie Basel.

1995 erhielt sie den 1. Preis der Bourse des Jeunes Interprètes von RSR, den 1er lauréat du Concours de Lausanne, den 1. Preis am T.I.M. (Rom) sowie den Grand T.I.M/Italien. 1996 den 2. Preis am Luis Sigall-Wettbewerb/Chile, 1997 den 5. Preis am Rostropowitsch-Wettbewerb/Paris, 1998 den Natalia-Gutmann- Preis am Tschaikowsky Wettbewerb/Moskau und den 3. Preis am ARD-Wettbewerb/München, 1999 Crossair-Förderpreis im Prinzregententheater (München).

Im Frühjahr 2004 erhielt sie den hochdotierten „Crédit Suisse Young Artist Award“, der unter anderem ein Konzert mit den Wiener Philharmonikern im Rahmen der Luzerner Festspiele 2004 beinhaltet. Aus diesem Anlaß ist Sol Gabetta am 8.September mit Schostakowitschs zweitem Cellokonzert in Luzern zu hören. Ebenfalls Teil des Preises ist ihr Debüt beim Radio Symphonieorchester Wien im Februar 2005, wo sie unter Leitung von Christian Arming mit Tschaikowskis Rokoko Variationen zu hören sein wird.

Ihr Debüt beim Lucerne Festival gab Sol Gabetta bereits im Jahr 2001. Die Presse schrieb: „Nach dem Konzert dann wusste man nicht mehr, ob man einen Tag später lieber noch einmal Anne-Sophie Mutter mit Alban Bergs Violinkonzert oder eben doch jene Sol Gabetta mit Franz Schuberts a-Moll Sonate D 821 hören wollte, wenn es denn möglich wäre solcherart tatsächlich zu wünschen. Musikerinnen wie die 20-jährige Sol Gabetta trifft man selten. Sie spielte ihr abwechslungsreiches Programm (…) mit grosser Hingabe und bravouröser Technik.“ (Radio Klassik Magazin 39/2001)

In den letzten Jahren gastierte Sol Gabetta unter anderem mit dem Orchestre National des Radio France, der Kremerata Baltica, Wiener Kammerphilharmonie, dem Sinfonieorchester St. Petersburg, mit dem Münchner Kammerorchester unter der Leitung von Christoph Poppen, dem Sinfonieorchester Basel und bei den Interlakener Musikfestwochen mit den Prager Symphonikern. Bereits mehrfach war Sol Gabetta zu Gast in Basel beim Festival „Les muséiques“ von Gidon Kremer und folgte einer Einladung des Philharmonischen Orchesters in Buenos Aires.

Sol Gabetta spielt, dank eines großzügigen privaten Stipendiums Hans K. Rahns, eines der seltenen und kostbaren Violoncellos von Jean Baptiste Vuillaume aus dem Jahre 1865.